Die moderne Technik bietet ungeahnte Möglichkeiten
Sowohl als zeitgemäß denkender Händler, als auch als vorurteilsfreier Endverbraucher kommt man um die Beschäftigung mit den neuen Abspiel- und Speichergeräten nicht umhin. Gemeint sind damit in erster Linie Netzwerkplayer, die es bereits in diversen Ausführungen gibt. Immer mehr anerkannte Hersteller aus dem hochwertigen HiFi-Bereich beschäftigen sich ebenfalls längst damit. Die ersten Produkte die dazu auf den Markt kamen, hatten zwar keine “Kinderkrankheiten”, aber sie sind bald durch bessere und praktischere Geräte ersetzt worden, denn es handelt sich dabei nicht um technisches “Neuland”, sondern um übliche und sich schnell weiterentwickelnde PC-Technik, allerdings an die Bedürfnisse der HiFi-Anwender angepasst. In vielen Fällen sind diese Geräte richtige Problemlöser, mit klanglichen Eigenschaften, die teuren High-End Einzelgeräten um nichts nachstehen. Viel mehr drängt sich die Frage auf, warum sich heute noch “läppische” 700MB (CD-Speichergröße) drehen müssen, wie das bei CD-Playern der Fall ist. Diese Datenmenge passt bereits auf einen kleinen Stick oder auf einen briefmarkengroßen Flash-Speicher. Dazu kommt, dass man völlig ohne Datenverlust (also “lossless”) die übliche Datenmenge von Audiodateien um etwa die Hälfte reduzieren kann und mit guten Komprimierungsverfahren gar nur noch auf etwa ein Zehntel. Dann zwar mit Datenverlust, aber wer annimmt, dass man das deutlich hören kann, der sollte sich in dieser Sache einmal einem richtig gemachten Blindtest stellen (viel Glück!). Aber nicht, indem man den Kopfhörerausgang eines Mini-Portis mit einem CD-Player oder Audio-PC vergleicht, sondern indem man beide Dateien unter gleichen Voraussetzungen abspielt, beispielsweise von Festplatte und dazu ein guter D/A-Wandler (intern oder extern). Ganz wichtig dabei ist exakt gleicher Pegel!
Netzwerkplayer gibt es in diversen Ausführungen. Vor allem mit und ohne CD/DVD-Laufwerk, mit und ohne Internetradio, mit und ohne eingebauten Verstärkern, sowie mit und ohne eingebauter Festplatte. In jedem Fall kann man damit nicht nur Musik aus dem Internet downloaden, sondern auch auf Musikdateien zugreifen, die sich auf einem PC oder auf weiteren externen Datenträgern befinden. Als Erweiterungsmöglichkeit gibt es dann noch sogenannte “Clients”. Das sind Tischgeräte, die weder ein Laufwerk noch ein Speichermedium beinhalten, mit denen man aber per LAN oder WLAN auf sämtliche andere Geräte die sich im gleichen Netz befinden, zugreifen kann. Ausgangsseitig gibt es übliche analoge Cinchbuchsen für den Anschluss an einen Verstärker oder direkt an Aktivlautsprechern. Damit sind Multiroom-Lösungen auf einfache und bequeme Art realisierbar. Die Bedienung erfolgt am Client selbst oder per Fernbedienung. Oft wird auch eine spezielle Software angeboten, für die Bedienung mit einem iPhone. Als gemeinsames Speichermedium in einem Netzwerk kann man eine “NAS”-Festplatte verwenden, die am Internetrouter bzw. Modem angeschlossen ist. Zur Wiedergabe muss dann nicht jedes Mal der PC eingeschaltet werden. Trotzdem gibt es Zugriff auf alle relevanten Funktionen und Informationen (Titelanzeige, Coverbilder) aus dem Internet. Dazu kommt noch das Internetradio mit unzähligen kostenlosen Radiostationen.
Netzwerkplayer mit eingebautem CD/DVD-Laufwerk ermöglichen das direkte “Rippen” (so nennt man das Überspielen von vorhandenen Datenträgern) auf ein internes oder externes Speichermedium. Die meisten Geräte haben auch eine Brennfunktion zur Erstellung von CDs und DVDs. In jedem Fall handelt es sich hier um eine völlig neue Art von Quellgeräten, deren Funktionen man nicht mehr missen möchte, wenn man sie einmal kennen gelernt hat.