Bedienungsanleitung für alle Aktivboxen

Bedienungsanleitung für alle aktiven Lautsprecher von HiFi Aktiv Sicherheitshinweise und Grundsätzliches:

  • Öffnen Sie die Lautsprecher nicht, es befinden sich keine Teile im Inneren, die etwas mit der Bedienung zu tun haben oder die gewartet werden müssen.
  • Als Netzkabel sind ausschließlich makellose Produkte zu verwenden. Die beigepackten reichen völlig.
  • Sollte die Netzsicherung getauscht werden müssen, dann immer nur eine mit gleichem Wert verwenden.
  • Bevor Sie eine Verbindung anstecken oder abziehen, immer alle Geräte der Anlage abschalten (gilt nicht für die RS-232 Verbindung zum PC).
  • Verwenden Sie nur makellose XLR-Kabel. Beschaltung: 1=Audiomasse, 2=Plus Phase, 3= Minus Phase. Das ist der Standard, fertig gekaufte Kabel sind immer so beschaltet.
  • Es dürfen nie Flüssigkeiten ins Geräteinnere gelangen. Reinigen nur bei abgezogenem Netzkabel und mit einem weichen, feuchten Tuch. Danach die Flächen – ebenfalls mit weichem, aber trockenen Tuch – trocken wischen.
  • Berühren Sie möglichst nie die Membranen. Üblicher “”Wohnungsstaub”" ändert nichts an deren Funktion.
  • Setzen Sie die Lautsprecher nie extremen Temperaturen aus.
  • Sorgen Sie im Betrieb für ausreichende Luftzufuhr an der Lautsprecherrückseite.
  • Zu hohe Lautstärken können zu Hörschäden führen.
  • Gehen Sie mit der Lautstärke nicht noch höher, wenn die Lautsprecher bereits hörbar verzerren oder gar Knackgeräusche hörbar werden.

Transport, Auspacken und noch ein paar Hinweise:

  • Bitte um größtmögliche Vorsicht beim Transport und beim Auspacken der Lautsprecher. Stoffhandschuhe sind beim Auspacken anzuraten.
  • Die Verpackung möglichst aufheben. Um Platz zu sparen, kann man die Transportkisten weitgehend zerlegen.
  • Nach einem Transport die Lautsprecher mindestens eine Stunde in dem Raum wo sie verwendet werden, akklimatisieren lassen.
  • Die Lautsprecher müssen im Betrieb sicher und wackelfrei stehen.
  • Bei neuen Lautsprechern ist eine Einspielzeit notwendig. Erst nach ca. 100 Stunden Betrieb (bei mittleren Lautstärken) ändert sich klanglich nichts mehr. Bei höheren Lautstärken reichen ca. 50 Stunden.
  • Neben dem Kaltgeräte-Netzanschluss befindet sich ein “harter Netzschalter”. Dieser ist dazu da, um die Lautsprecher komplett vom Netz zu trennen. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass sie die Lautsprecher einige Tage nicht in Betrieb nehmen, ist eine Abschaltung anzuraten. Ein sicherer Blitzschutz ist das aber noch immer nicht, denn dazu müssten die Netzkabel entfernt werden.
  • Das übliche Ein- und Ausschalten erfolgt an der Boxenvorderseite mit dem Drucktaster im Emblem. Das Knackgeräusch beim Ausschalten ist normal und technisch bedingt.
  • Ganz leises Rauschen in unmittelbarer Nähe der Mittel- und Hochtöner ist normal. Am Hörplatz sollte davon nichts mehr zu hören sein.

Aufstellung, Hörplatz und Raumakustik:
Diese Dinge entscheiden mindestens zur Hälfte darüber, wie Ihre Anlage klingt. Denn die “besten Lautsprecher der Welt” können raumakustische Probleme und Fehler die beim Aufstellen gemacht werden, nicht kompensieren. Mit den Lautsprechern von HiFi Aktiv ist es aber möglich, durch spezifisches Einmessen einen Teil der Unzulänglichkeiten auszugleichen. Aber gleich vorweg: “Wunder” können auch diese Lautsprecher nicht vollbringen, denn es ist beispielsweise nicht möglich, einen halligen Raum durch spezielle Lautsprecher-Einstellung “nicht hallig” zu machen. Es sind aber viele Dinge machbar, die Leuten mit passiven Lautsprechern vorenthalten bleiben. Darüber hinaus sind Korrekturen möglich, die  ”übliche” aktive Lautsprecher nicht erfüllen können, weil deren analoge Frequenzweiche dazu ungeeignet ist. Das ist letztlich auch der Grund,warum ich mich dazu entschlossen habe, vollaktive und einmessbare Lautsprecher mit DSP (Digital Signal Prozessor) herzustellen.

Die Lautsprecher von HiFi Aktiv werden mit einer Einstellung ausgeliefert, die keinesfalls “völlig daneben” liegt. Sie entspricht etwa der sehr guter passiver Lautsprecher, aber bereits mit allen Vorzügen des aktiven Konzepts. Bei guter “normaler” Raumakustik und tadelloser Aufstellung werden so schon grob geschätzt 90% des vorhandenen Potentials ausgeschöpft. Eventuelle Korrekturen sind dann noch im Bereich der “Klangbalance” (Verhältnis Tiefton-/Mittelton-/Hochtonpegel) sinnvoll – bzw. bei speziellen individuellen Vorlieben. Es gibt beispielsweise Leute, denen druckvoller Bass und/oder überpräsente Hochtonwiedergabe gefällt. Warum auch nicht? Alles das ist einstellbar, auch wenn es nicht der “Norm” entspricht.

Noch wichtiger sind aber die Einstellungen, die aufgrund von unsymmetrischen Räumen und/oder nicht optimalem Hörplatz der Kompensation dienen. Derartige Veränderungen sind – wie gesagt – nur durch den Einsatz eines DSP möglich. Die bestmögliche Aufstellung der Lautsprecher und die Wahl des richtigen Hörplatzes sind im Wohnraum kaum realisierbar. Praktisch immer müssen Kompromisse eingegangen werden.

“Fein raus” sind Leute, die einen eigens dafür vorgesehenen Raum zur Verfügung haben. Allerdings ist auch dann nur selten alles ideal (Unsymmetrien, ungünstige Maße, viele reflektierende Flächen), aber man hat zumindest die Möglichkeit, die wichtigsten Dinge für sehr gute Musikwiedergabe zu verbessern bzw. zu optimieren.

Im Zweifelsfall sollte man immer “kleinere Maße” wählen, vor allem was den Hörabstand betrifft. Mehr als 3 Meter sind selten gut und das gilt auch für große Lautsprecher. 2,5 Meter sind meist richtig. Gleiches gilt für den Abstand der Boxen zueinander. Ideal wäre, wenn das gleichseitige (3×60 Grad) Dreieck, bestehend aus den beiden Boxen und dem Hörplatz, mitten im Raum platziert ist. Dazu noch, wenn es rundherum mindestens 0,5m Meter Abstand zu begrenzenden Flächen gibt und wenn diese Flächen möglichst wenig Schall reflektieren. Die Lautsprecher sollten genau zum Hörplatz ausgerichtet sein und zwischen Hörplatz und Lautsprecher sollten sich keine Gegenstände befinden.

Sehr störend kann Mitschwingen (Resonieren) von Gegenständen (Möbel, Türen, Fenster, Heizkörper) sein. Oft merkt man das nicht gleich und deutlich, aber fest steht, dass die Wiedergabequalität darunter leidet. Aufspüren kann man diese Resonanzen mit tiefen Testtönen (Vorsicht! Lautsprecher damit nicht überfordern).

Periferiegeräte, Anschlüsse und Audiosignal:
Aktivlautsprecher haben (meist an der Rückseite) einen Stromanschluss und eine Eingangsbuchse für das Audiosignal. Die Lautsprecher von Hifi Aktiv haben zusätzlich einen Anschluss für den PC (RS-232 Buchse, könnte später einmal eine USB-Schnittstelle werden). Bei den kleineren 3-wegigen Modellen gibt es an der Rückseite noch eine XLR-Ausgangsbuchse, die am (intern nicht benutzten) vierten Ausgang des DSPs angeschlossen ist. Dieser Ausgang ist frei programmierbar und beispielsweise ideal für einen externen Subwoofer (nur noch ein Leistungsverstärker dazu notwendig). Als Zuspielgerät ist fast alles geeignet das ein hochpegeliges Signal liefert (2-5 Volt) und das einen Lautstärkesteller beinhaltet. In vielen Fällen wird das ein Vorverstärker sein, an dem mehrere Quellgeräte angeschlossen sind. Bestens geeignet sind Geräte mit XLR-Ausgangsbuchsen, es können aber auch welche mit unsymmetrischen Cinch-Ausgängen verwendet werden. Dazu müssen die Zuleitungskabel speziell angefertigt (umgelötet) werden oder man verwendet Adapter von XLR auf Cinch. Solange genug Signal zur Verfügung steht und nichts brummt, ist alles in Ordnung.

Individuelles Einmessen:
Hier muss man unterscheiden zwischen einfachen Veränderungen der Grundeinstellung bezüglich Klangbalance (ev. auch Eingangsempfindlichkeit) und den viel komplizierteren Vorgängen, die nur mit Messmikrofon und Einmess-Software gemacht werden können. In jedem Fall mus man dabei mit dem Lautsprecher (genau genommen mit dem DSP) “online” gehen. Erst dann können Veränderungen im DSP mit Hilfe einer Grafik am Bildschirm durchgeführt und abgespeichert werden. Notwendig ist dazu ein Kabel, das auf einer Seite (beim PC) einen USB-Anschluss hat und auf der anderen Seite (beim Lautsprecher) einen RS-232 Stecker. Da die Normen dahinter nicht kompatibel sind, ist es notwendig, einen USB-Ausgang des PCs mit einer speziellen Software dafür umzuprogrammieren. Das hört sich komplizierter an als es ist, denn man bekommt so etwas als “fertiges Paket” in fast allen einschlägigen Großmärkten um 10-20 Euro zu kaufen (USB-Seriell Adapter). In einer kleinen Kunsstoffverpackung befindet sich der Adapter (meist mit einem 1 Meter Kabel dran) und dazu gibt es entweder eine CD oder einen Stick, wo das ganz einfache Programm drauf ist. Das Installieren ist eine Sache von ein paar Mausklicks und schon ist einer der Ausgänge (der wo man den Adapter angeschlossen hat) umprogrammiert. Diesen Ausgang muss man dann noch in der Systemsteuerung auf COM3 umstellen (wieder nur ein paar Mausklicks) und schon ist die Sache erledigt. Ein zusätzliches 2 Meter Verlängerungskabel erleichtert die Arbeit. Allerdings fehlt noch die Software für den DSP im PC und die bekommt man immer aktuell von der HP des DSP-Herstellers (www.xilica.com ). Ebenso (ist nicht wirklich notwendig) gibt es dort immer die aktuellste “Firmware” für das Modul XM-2040.

Wenn Sie ein Lautsprecherpaar von Hifi Aktiv kaufen, so inkludiert das – allerdings nur bei “moderater Entfernung” - die Lieferung, die Aufstellung und auch die erste Einmessung. Alles darüber hinaus muss individuell besprochen werden. Alternativ dazu gebe ich gerne telefonische Auskünfte. Ganz wichtig! Keinesfalls dürfen ohne Rücksprache mit Hifi-Aktiv die Übergangsfrequenzen und/oder Filtersteilheiten verändert werden! Vor allem die empfindlichen Hochtöner sind dann höchst gefährdet. Gleiches gilt für die gesetzten Limiter. Es dürfen auch keine Korrekturen vorgenommen werden, die eine Überlastung der Chassis zur Folge haben. Wie Sie an dieser Stelle merken, kann durch unsachgemäße Einstellung Einiges kaputt gehen. Das betrifft allerdings nie den ganzen Lautsprecher, aber wichtige (wenn auch ersetzbare) Teile davon. Man muss also schon wissen was man macht, wenn man selbst Hand anlegt. Notwendig ist das nicht, aber es ist eine reizvolle Sache für Profis. Der normale Fall ist, dass die Lautsprecher einmal von Hifi-Aktiv eingemessen werden und dann so bleiben. Sie sind dann einfachst zu betreiben und sie werden in ihrem Umfeld das Maximum an Klangqualität bieten.

David Messinger HiFi Aktiv