BRAUCHEN WIR NEUE TONFORMATE?
SACD - klingt die Musik damit besser?
Das Bestreben, neue und bessere Medien bzw. Formate zu etablieren, ist grundsätzlich erfreulich. Die tonqualitativen Fähigkeiten der CD mit ihrer relativ groben Auflösung wurden endlos diskutiert und kritisiert. Tatsächlich kommt es nicht sehr oft vor, dass man sehr gute Aufnahmen auf CDs vorfindet. Da es diese aber gibt, kann es nicht am System liegen! Es sind also immer wieder die Tontechniker und Produzenten, welche hier offensichtlich Fehler machen. Wieso den zuständigen Leuten der teilweise wirklich miese Klang nicht auffällt, ist unverständlich! Möglicherweise ist denen das aber auch egal.
Eines der Hauptargumente für das neue hochauflösende Tonformate ist die Fähigkeit, Tonfrequenzen bis weit über 20kHz speichern und wiedergeben zu können (das CD-Format hat hier sein Limit). Obwohl zugegeben wird, dass diese Frequenzen für Menschen nicht mehr hörbar sind, wird dennoch behauptet, dass diese im Unterbewusstsein empfunden werden. Eine wissenschaftliche Studie hat aber eindeutig festgestellt, dass es dieses Empfinden gar nicht gibt! Sogar das Gegenteil ist der Fall. Das menschliche Ohr verwendet so etwas wie einen Tiefpass, welches das Vordringen solcher Frequenzen blockiert. Hier wird also wieder einmal mit der Unwissenheit und der latent vorhandenen esoterischen Neigung vieler Interessenten spekuliert.
Fakt ist zusätzlich, dass die üblichen Aufnahmemikrofone Frequenzen über 20kHz gar nicht übertragen, kein Aufnahmestudio sie bearbeitet und kein Musikinstrument sie erzeugt. SIE SIND FÜR DIE HOCHWERTIGE TONWIEDERGABE VÖLLIG UNNÖTIG!
Es liegt also wieder einmal an der Aufnahmetechnik. Die Ausrede, dass das Format schuld an schlechtem Klang ist, gibt es bei der SACD jedenfalls nicht mehr.
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