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ZU DEN TECHNISCHEN DATEN VON HIFI GERÄTEN
Leistung, Belastbarkeit, Frequenzgang, Klirrfaktor, Rauschabstand, Kanaltrennung.....bitte noch mehr!.....bitte noch weniger!

Leute die es nicht besser verstehen, können nur Daten vergleichen. Sie wissen nur, wo höhere und wo niedrigere Zahlen vorteilhaft sind. Dieser Zahlenvergleich führt aber zu nichts Sinnvollem, weil die meisten dieser Daten sich ohnehin längst im nicht mehr wahrnehmbaren Bereich befinden, in der Praxis also längst keine Relevanz mehr haben. Dazu kommt, dass jeder Hersteller diese auf seine Art misst. Wenn notwendig, werden sie einfach so dargestellt, dass sie gut aussehen.
Ganz schlimm macht sich das in Großmärkten bemerkbar, wo beispielsweise bei Verstärkern und Lautsprechern gleich neben dem Preis eine Wattzahl angeführt ist. Als ginge es um den Kauf eines Haushaltsgerätes, eines Elektrowerkzeuges oder einer Glühbirne, wird die elektrische Einheit Watt in ein direktes Verhältnis zum Preis und zur Qualität gebracht. Man tauscht sozusagen Geld gegen Watt!
So sehen das leider auch viele (selbsternannte) HiFi Spezialisten und Berater (Verkäufer). Oft sind sie nur in der Lage, mit diesen Ziffern zu argumentieren. Da sie sonst kaum mehr über ein Gerät wissen, legen sie zur Untermauerung gerne noch einen Testbericht vor, in dem das empfohlene Gerät beste Bewertungen bekam, oder gar Testsieger wurde. Solche Tests gibt es heute zu jedem Gerät, der jeweilige Importeur oder Hersteller sammelt sie und stellt sie als Verkaufshilfe gerne zur Verfügung.

Dazu einige Tatsachen aus Biologie, Musik, Physik und HiFi Technik:

Alle diese Tatsachen lassen deutlich erkennen, dass das "Studieren" von technischen Daten zwar interessant sein mag, aber zu nichts Nützlichem führt. Denn die an die Spitze getriebenen Werte kommen in der Praxis nicht einmal annähernd zum Tragen.
Es ist also lächerlich, wenn Zeitschriften bei Tests den Höhenabfall eines CD-Players von 1dB bei 20kHz, oder den "zu hohen" Klirr eines Verstärkers von 0,1% kritisieren. Kein Mensch kann das erkennen, kein Lautsprecher hat solche Qualitäten und jeder Hörraum bewirkt viel Schlimmeres. Gleiches gilt für "mittelmäßiger Geräuschspannungsabstand" oder "unzureichende Dynamik" von nur 80dB! In jedem Hörraum ist das Umgebungsgeräusch so laut, dass so eine Dynamik nie erreicht werden kann. Auch gibt es praktisch keine Aufnahme, die so einen Dynamikumfang beinhaltet. In diesem Zusammenhang sollten sich die Tester wieder einmal die Messdaten vor Augen führen, die bei der analogen Schallplattenwiedergabe zustande kommen.

An dieser Stelle noch eine sehr interessante Feststellung: als hätten sich alle Lautsprecherhersteller untereinander abgesprochen, wird höchst selten darauf hingewiesen, welchen Klirr ihre Lautsprecher produzieren. Weder in den Prospekten noch in den Datenblättern wird darauf eingegangen (Ausnahme B&W, wenn auch recht spärlich und nur bei geringem Schalldruck), so, als wären sie gar nicht vorhanden. In Wirklichkeit sind diese aber im Vergleich zu den Elektronikkomponenten gewaltig, denn während sie sich bei diesen meist im hundertstel Prozentbereich bewegen und dabei weitgehend konstant bleiben, misst man bei Lautsprechern Verzerrungen im einstelligen Prozentbereich, zum Teil sogar im zweistelligen! Mit höher werdender Schalldruckleistung steigen diese auch kontinuierlich an. Und das alles soll kein Thema sein? Dazu gibt es nur eine Vermutung: kein Lautsprecherhersteller will derartig "grausame" Daten auflisten.

Trotz allem, am Hörplatz wird im Normalfall Musik gehört und nicht gemessen. Das einzige was hier zählt, ist der selbst empfundene Klangeindruck auf emotioneller Basis. Wie das technisch zustande kommt, ist eigentlich nicht wichtig.

Auch nicht wichtig, aber recht interessant sind folgende "Leistungen", die in mehreren Versuchen ermittelt und gemessen wurden (selbstverständlich ohne elektronische Verstärkung): ein großes Orchester leistet 70 Watt, eine große Schlagzeugtrommel oder Pauke leistet 12 Watt, eine Trompete oder Posaune leistet 2 Watt, eine Bassgeige leistet 1 Watt, ein Konzertflügel leistet 1 Watt, die menschliche Gesangstimme leistet 1 Watt, eine Violine oder Gitarre leistet 0,5 Watt.....
Diese Leistungen sind aber nicht direkt mit denen von HiFi Anlagen vergleichbar. Die meisten Lautsprecher haben einen tatsächlichen Wirkungsgrad von 0,5 (Konuslautsprecher) bis zu 3 Prozent (Hornsysteme), der Rest der zugeführten Energie geht ohne Schallwandlung verloren.


Achtung! Dieser Artikel wurde zur Gänze von David Messinger erstellt. Es ist nicht gestattet, diesen ganz oder auch nur Teile davon zu kopieren und in fremde Homepages einzufügen, so als wenn der Verfasser ein anderer wäre!
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