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DIE WICHTIGKEITSSKALA
Wenn man auf Grund von Fakten und Erkenntnissen eine Wichtigkeitsskala erstellt, kommt man zwangsläufig zu folgender ungewöhnlichen Reihung von sehr wichtig (1.) bis unwichtig (8.):

  1. Die Aufnahmequalität
    Was hier schlecht gemacht wurde, wird nie mehr gut. Umso besser die Wiedergabeanlage und Raumakustik ist, desto mehr fallen diese Mängel auf. Einer althergebrachten englischen HiFi Philosophie nach, ist die Tonquelle die wichtigste Komponente einer HiFi Anlage. Dem muss zugestimmt werden, allerdings in abgeänderter Form. Nicht das Quellgerät ist es, sondern der Tonträger, mit der sich darauf befindlichen Tonqualität.

  2. Die Raumakustik
    Wenn der Hörraum akustisch schlecht ist, kann auch die beste Wiedergabeanlage darin nicht gut klingen.

  3. Die Lautsprecher
    Sie sind - ohne wenn und aber - die schwierigsten und auch wichtigsten Komponenten jeder HiFi Anlage. Trotz aller Fortschritte, die erst durch Computerunterstützung möglich wurden, beinhalten sie als Wandler (elektrische Energie wird in mechanische Membranbewegung umgewandelt) die meisten Kompromisse. Die Konstruktion eines Verstärkers ist dagegen ein "Kinderspiel", weil die Energieform zwischen Ein- und Ausgang gleich bleibt.

  4. Die Aufstellung/Hörplatz
    Die Position der Lautsprecher im Raum und der richtige Hörplatz dazu sind ganz entscheidend für optimale Wiedergabe. Ideale Hörbedingungen gibt es dann immer nur an diesem einen Punkt.

  5. Der Verstärker
    Seine vergleichbaren Messdaten liegen qualitativ "meilenweit" über denen jedes Lautsprechers (auch des allerbesten). Trotzdem sollte seine Wichtigkeit nicht unterschätzt werden, denn ein Lautsprecher stellt für ihn (im Gegensatz zu einem Fixwiderstand) eine schwierige komplexe Last dar. Dazu kommt, dass der Lautsprecher ständig Rückströme an ihn liefert , die seine Arbeit zusätzlich erschweren.

  6. Das Wiedergabegerät
    Mindestens 90 Prozent aller Tonträger beinhalten eine Tonqualität, die die Grenzen eines guten Wiedergabegerätes nicht ausreizen. Um aber auch für die besseren 10 Prozent gewappnet zu sein, sollte hier trotzdem nicht zu sehr gespart werden.

  7. Das menschliche Gehör. Schade, dass es mit zunehmendem Alter immer schlechter wird. Trotzdem sind auch ältere Leute in der Lage, guten von schlechtem Klang zu unterscheiden. Das Manko extrem hohe Frequenzen nicht mehr wahrnehmen zu können, schränkt den Hörgenuss nämlich kaum ein.

  8. Die Verkabelung
    Viele werden es nicht wahr haben wollen, aber das ist der unwichtigste Punkt! Hier dürfte man nur Aussagen gelten lassen, die im Blindtest ermittelt wurden. Solche Tests werden aber bewusst vermieden, denn sie hätten schlimme Folgen für Diejenigen, die damit viel Geld verdienen (Hersteller, Importeure, Händler, HiFi Magazine usw.).

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Tagesverfassung eines Hörers recht unterschiedlich sein kann. Das Gehör unterliegt Schwankungen, die von Lärm und Stress beeinflusst werden. Auch die Bereitschaft Musik genießen zu können (oder zu wollen), ist nicht immer gleich.


Achtung! Dieser Artikel wurde zur Gänze von David Messinger erstellt. Es ist nicht gestattet, diesen ganz oder auch nur Teile davon zu kopieren und in fremde Homepages einzufügen, so als wenn der Verfasser ein anderer wäre!
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