(Ich weiß, es gibt schon zwei ähnliche Beiträge, aber das macht nichts)
Wie schon mehrmals betont, hat „HiFi“ für mich kaum etwas mit dem zu tun, wie es ursprünglich gemeint war. Und damals, als diese Bezeichnung kreiert wurde, konnte man das in einem geschlossenen Raum, mit den damals zur Verfügung stehenden Geräten nicht realisieren, nur wusste man das noch nicht. Es war also nur eine Zielvorstellung, aber eine unrealistische, weil die Physik dabei „nicht mitspielt“. Somit war es nur (wieder Mal) Wunschdenken.
Das Schlimme ist nur, dass sich daran bis heute nichts Grundlegendes geändert hat, weder „in den Köpfen“ derer, die sich so etwas kaufen wollen (oder die so etwas bereits haben), aber ebensowenig in den Köpfen derer, die dahingehend beraten. Immer noch ist alles „so wie anno dazumal“. Man kauft oder hat dazu:
– ein Tonquellengerät (nur da gab es tatsächlich zwischenzeitlich durch die Digitalisierung Verbesserungen, aber auch die sind bereits „sehr angegraut“),
– einen Stereoverstärker,
– und zwei passive Lautsprecher.
Betreibt man so etwas – wie üblich – in einem Wohnraum, hat das was man dann zu hören bekommt, mit dem wie die Aufnahmen produziert wurden, sowohl in messtechnischer, als auch in klanglicher Hinsicht kaum noch etwas zu tun. Dabei geht es leider nicht um Kleinigkeiten, denn könnte man es A/B vergleichen, wären die Unterschiede eindeutig hörbar anders.
Das muss nicht heißen, dass es deshalb fürchterlich klingt, in vielen Fällen wird es sogar gefallen, denn man hat ja keinen Vergleich dazu wie es sein soll und außerdem sind die meisten Leute die so etwas kaufen oder haben, in klanglicher Hinsicht sowieso nicht sehr anspruchsvoll. „Es kommt Musik raus“ und das reicht (ich kenne privat nur solche Leute).
Eine viel bessere Möglichkeit ist, mit zeitgemäßen technischen Mitteln (die es schon seit mindestens 10 Jahren in der Profiszene gibt) angestrebt wird, dem „HiFi-Gedanken“ so nahe wie möglich zu kommen. Abhängig davon, welcher Aufwand dabei getrieben wird (der üblicher Weise mit den „Basisgeräten“ kaum etwas zu tun hat, sogar relativ billige Geräte können dazu reichen), ist dann das Endergebnis.
Das (letztlich) einzige Problematische dabei ist, dass man dazu schon mehr machen und können muss, als nur „ein paar Kabel anstecken“.
Wenn aber realisiert, beinhaltet diese Sache einen riesigen Vorteil den man für sich individuell nützen kann (ich beispielsweise mache es schon seit langer Zeit nur noch so) und das ist der, dass man sich je nach Bedarf, Lust und Laune seinen individuell bevorzugten Klang einstellen kann.
Das hat dann aber „Hand und Fuß“, weil man dabei von einer „gesunden“ und bestmöglichen Basis unter den gegebenen Umständen ausgeht. Das heißt, „das übliche messtechnische Chaos“ gibt es dann nicht mehr..
Da passt dann alles bestmöglich zusammen: der Raum, die Anlage und die individuellen Klangvorstellungen beim Hörplatz (und zwar nur dort, anders ist es nicht möglich).